Kann man irgendwie "legal" Verluste aus gesperrten Tokens realisieren, die man innerhalb der Haltefrist nicht verkauft kriegt?

Ich habe die Frage bereits im Telegram gestellt, aber vllt. ist das hier ein besseres Medium, es ist ein bisschen viel Text auf einmal…

Hat jemand einen Rat für mich bei folgendem Szenario? Stecke etwas in der Bredouille…

Ich habe ein hochinflationäres gelocktes Token (LKMEX), was eine sehr lange “Vesting Periode” hat und dann 1:1 umgewandelt werden kann zu MEX.

Es ist mittlerweile (und auch einige Stakinng-Rewards) nur noch ein 1/10tel wert von dem Kaufpreis / Preis zum Zeitpunkt des Erwerbes (staking).

Das Vesting ist ungefähr so zu verstehen:

  • 1 Jahr lang kann ich das Token auf offiziellem Wege nicht verkaufen und nicht tauschen, sondern nur per P2P transferieren.
  • Nach 1 Jahr werden einmal im Monat 16.6% für 6 Monate lange “entsperrt” und man kann es verkaufen.

Da das Token hochinflationär ist und deswegen heftig in den Keller geht über Zeit, habe ich (offiziell) keine Chance mehr, innerhalb der Haltefrist meine krassen Verluste zu realisieren.

Lange Rede kurzer Sinn:

  1. Darf ich “so tun, als würde ich sie verkaufen / neu kaufen”? Oder…
  2. … kann ich sie jemand anderem kurzzeitig übergeben für 1 Tag oder so, und dann so tun als hätte ich dafür den Euro-Gegenwert in Bar von ihm für einen Tag bekommen? Und dann später zurückkaufen mit dem gleichen Euro-Betrag?
  3. Gibt es andere kreative Ideen, was ich evtl. tun könnte?

Hallo Jannik, die Haltefrist der gestakten Token verlängert sich von 1 Jahr auf 10 Jahre, das geht aus dem internen Schreiben des BMF an alle Finanzbehörden vom 03. Juni 2021 hervor. Du kannst somit den Verlust innerhalb der Haltefrist von 10 Jahen geltend machen. Es gibt allerdings noch keine höchstrichterliche Rechtssprechung zu den 10 Jahren, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Finanzbehörden der Auffassung des BMF folgen.

Viele Grüße
Manuel